• Patricia Lederer

Ebay Amazon Airbnb Uber melden ab 1.1.2023 ans Finanzamt

Der Countdown läuft: Ab dem 1. Januar 2023 melden die Online Plattformen wer wieviel Geld verdient


Steuerbescheid Mustereinspruch

Bundestag

8. November 2022

 

Der Startschuss ist am 1. Januar 2023: Dann erfassen und melden die Online Plattformen ans Finanzamt wer wieviel Geld verdient.


Möglich macht dies das neue Plattformen Steuertransparenz Gesetz. Dies steckt im Gesetz zur Umsetzung der Richtlinie (EU) 2021/514 des Rates vom 22. März 2021 zur Änderung der Richtlinie 2011/16/EU über die Zusammenarbeit der Verwaltungsbehörden im Bereich der Besteuerung und zur Modernisierung des Steuerverfahrensrechts. Das Gesetz hat den Bundestag und Bundesrat passiert und soll zum 1. Januar 2023 in Kraft treten.


Ziel ist es für mehr Steuertransparenz und mehr Steuergerechtigkeit zu sorgen. Daher müssen die Online Plattformen alle Einnahmen erfassen:


Wer verdient wieviel mit welchen Verkäufen?

Wo wohnt der:diejenige?

Mit welcher Kontonummer?

Mit welcher Steuernummer?


Rechtstechnisch ist das Verfahren wie folgt geregelt: Die Online Plattformen wie Ebay, Airbnb, Uber und Amazon erfassen ab dem 1. Januar 2023 alle Daten. 13 Monate später - am 31. Januar 2024 - melden die Plattformen diese Daten ans deutsche Finanzamt.


Die zentrale Datenerfassung erfolgt beim Bundeszentralamt für Steuern in Bonn. Diese Behörde sortiert die Daten nach Steuernummer und leitet sie an das zuständige Finanzamt weiter.


Das Finanzamt kontrolliert dann ob die übermittelten Daten zur betreffenden Steuernummer zu der Steuererklärung passen.


Ist das nicht der Fall so ermittelt das Finanzamt und leitet eine Betriebsprüfung ein.


Welche Rechte haben Betroffene in diesem Fall? Sie können Einspruch gegen die Prüfungsanordnung einlegen. Und sie können für Waffengleichheit sorgen indem sie sich Zugang zu den Daten beim Finanzamt verschaffen.


Auf diese Weise erhalten Betroffene Informationen darüber, welche Daten die Online Plattformen an das Finanzamt übermittelt haben. Sie können die Daten überprüfen und falsche Daten richtig stellen. Damit steuern Betroffene die Betriebsprüfung so dass Waffengleichheit herrscht und alle Beteiligten dieselben und zutreffenden Informationsquellen haben.